Ein Podcast über Podcasts in und aus Hochschulen

Ich war zu Gast in einem Podcast. Thema: Welche Strategien und Motive verfolgen Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Podcasting? Gemeinsam mit Melanie Bartos, eine der ersten, die Podcasting für sich und ihre Hochschule erschlossen haben, war ich zu Gast bei “Inside Hochschulkommunikation”. Eine knappe Stunde über Podcasts im Wissenschaftskontext. Was funktioniert, was nicht, und warum Downloadzahlen und Reichweite nicht alles sind. Was ich aus dem Gespräch hervorheben möchte:

Podcasts sind angekommen

Podcasts sind im Hochschulbereich kein Experiment mehr. Melanie kann die Formate in Innsbruck nicht mehr zählen, auch an anderen Hochschulen sind Podcasts Teil des Repertoires geworden. Das war vor wenigen Jahren noch anders.

Zahlen sind nicht alles

Reichweite ist schön. Aber wenn eine einzige Journalistin zuhört und daraus eine Geschichte macht, wenn Medien bei Forschenden um Bewertungen oder auch Interviews bitten, weil sie aus dem Podcast wissen, dass jemand zwei Sätze geradeaus sprechen kann, ohne nur die Wissenschaftscommunity anzusprechen, dann ist das mindestens genauso viel wert. Podcasts funktionieren ‘long tail’ – und das führt zu interessanten Effekten: Feedback aus Ecken, aus denen man es nicht erwartet. Das hat seinen Wert – und macht Podcasts zu einem interessanten Kontrapunkt zur Social-Media-Kommunikation: andere Auffindbarkeit, andere Halbwertszeit, Hörende bestimmen selbst, wann sie konsumieren.

Was unterschätzt wird

Die Technik wird oft überschätzt, die Konzeption unterschätzt. Auch ein Punkt, in dem wir uns im Gespräch einig waren. Vor ein paar Jahren war die Technik noch sehr viel wichtiger. Gut zu klingen, ist heute mit wenig Aufwand machbar. Ein Format zu finden, das seine eigene Nische erfolgreich besetzt, ist dagegen schwieriger geworden.

Das ganze Gespräch findet sich hier oder überall dort, wo es Podcasts gibt. Und wer zu angrenzenden Themen weiterlesen mag, findet in der Podcast-Broschüre der Hamburg Open Online University, für die ich neben vielen anderen cleveren Menschen etwas schreiben durfte, vielleicht etwas für sich und die eigene Arbeit.

Beitragsbild von Quinn Dombrowski unter CC-BY-SA 2.0 via Flickr