Monatsnotiz März 2021

Das Titelbild der diesmonatigen Notiz möge bitte mit einem “grain of salt” verstanden werden. Erstens, weil ich mir eine Welt mit guten Lokalzeitungen durchaus wünschen würde. Die dürfte dann auch in meinen Briefkasten. Und zweitens, weil ich ein Deck dieser Sticker zum Geburtstag im Februar bekam nachdem ich vor mehr als einem Jahr sehr ähnliche Sticker im InternetTM gefunden habe, sie zu Hause lachend zeigte und sie dann über ein Jahr später zum Geburtstag als Geschenk bekam.

Podcasts und (Podcast) Workshops

Mit Peter Kabel habe ich für den Podcast Hamburg hOERt ein HOOU über das Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Design und sein HOOU Projekt aixdesign.space gesprochen. Mich hat es im Vorfeld und im Nachgang (vielleicht auch während des Gesprächs) zum Nachdenken bewegt. Feedback zu der Folge sehr gern hier, aber auch gern dort, wo Podcasts so gehört werden.

Zwei Podcast Workshops standen im März an: die Ostfalia hat mich zu einem Workshop zu Podcasts in der Lehre eingeladen, für die Initiative Fortbildung habe ich einen Workshop zu Podcasts in Bibliotheken und Archiven abgehalten.

In diesem Jahr stehen weitere Workshops an, ich merke aber auch, dass ich mich ein wenig übernommen habe und ich die Frequenz der Workshops, die ich parallel zu meiner Vollzeitbeschäftigung abhalten kann, etwas reduzieren muss.

Auch im März fand ein kurzer Workshop für die MultimediaWerkstatt der Goethe-Uni in Frankfurt statt: Michael Eichhorn hat Katharina Schulz und mich für einen Workshop zu Domain of One’s Own eingeladen, auch an dieser Stelle nochmals besten Dank für die tip-top Organisation und die Anfrage.

WZB

Eins der regelmäßigen Publikationsformate des WZB sind die Mitteilungen. Hier werden Ergebnisse der WZB-Forschung in kurzen Beiträgen mehr oder weniger allgemeinverständlich erklärt. Das Heft erscheint quartalsweise und im März kam die Ausgabe “Von Computern und Menschen” heraus. Definitiv eine Leseempfehlung. Ich durfte die Gelegenheit auch nutzen, in einem Beitrag über das WZB als Organisation zu schreiben. Hier in der Monatsnotiz schon mehrfach angedeutet: wir arbeiten an einer Digitalstrategie. Neben all der Pragmatik, die die digitale Transformation des WZB braucht, ein erhellender Prozess, der im April hoffentlich einen ordentlichen Sprung nach vorne machen wird. Zu meinem Beitrag in den Mitteilungen (PDF) würde ich mich über Feedback und Anregungen sehr freuen.

Davon abgesehen viele kleine Themen am WZB, aber auch ein neues Format neben den WZB Hacks, die in kurzen zweiwöchigen Meetings ein Tool oder eine Arbeitsweise highlighten: mit den WZB Studio Talks möchten wir auf die etwas komplexeren und vielfältigeren Fragen eingehen, die im Kontext von Zusammenarbeit und Kommunikation entstehen. In einer ersten Reihe widmen wir uns Fragen rund um online Veranstaltungen und hybride Events. Die Termine dauern 1 Stunde und in den ersten 30 Minuten ist das Ziel, in einem Gespräch best practices zu teilen. Eingeladen werden WZB-interne, aber gelegentlich bestimmt auch externe Gäst:innen, die aus ihrer Erfahrung berichten und so den Raum für Fragen und Bewertungen des eigenen Handelns öffnen. In den darauf folgenden 30 Minuten diskutieren wir, fragen nach und nehmen so hoffentlich etwas für die eigene Arbeit mit. Das einleitende Gespräch zeichnen wir als Podcast auf und es gibt Überlegungen, diese ersten Teil auch öffentlich zu teilen. Mehr dazu sicher bald.

Privates

Wie viele andere auch bin ich taub, müde und frustriert von den Entwicklungen rund um die Schwerpunktsetzung der “nicht-pharmazeutischen Interventionen” zur Bekämpfung der Pandemie. Insbesondere die Diskussionen, die Apps wie Luca als Heilbringer positionieren, und so von den Interventionen ablenken, die eigentlich wichtig wären, frustrieren mich gewaltig. Der Disconnect vieler Entscheidungsträger:innen und dem, was wissenschaftlich sinnvoll ist, von Großteilen der Bevölkerung gewünscht ist und das Leben unter Bedinungen einer Pandemie einfacher machen würde, ist größer als ich noch im Sommer 2020 gedacht hätte. Das ist noch nicht mal mehr mit Opportunismus zu erklären.

Umso wichtiger, zivile Organisationen zu stützen, die auf all diese Fragen im Kontext von Grund- und Freiheitsrechten ein Auge haben, diskriminierte und marginalisierte Gruppen unterstützen und so vielleicht ein Gegengewicht bieten können. Und mindestens genauso wichtig, privat und bei der Arbeit zu widersprechen und zu argumentieren, wenn jemand den verschiedenen perfiden Techniken der Wissenschaftsleugnung auf den Leim geht.

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