Ein UnPodcast beim stARTcamp Hamburg

tl;dr: am Donnerstag, 05.09., findet am Vorabend des stARTcamp Hamburg die Auftaktveranstaltung als öffentlich und live aufgezeichneter UnPodcast statt. Die Idee: ich moderiere wie gewohnt das #afterwOERk für den Podcast “Hamburg hOERt ein HOOU”. Der Clou: Ich werde nicht einen Gast haben, sondern alle Menschen, die möchten, können im Podcast über ein Thema sprechen, das sie interessiert. Damit wird der Podcast eine Ko-Produktion aller beteiligten Menschen.

Am 6. September findet an der HAW Hamburg, genauer: am Kunst- und Mediencampus in der Finkenau, das stARTcamp Hamburg statt. der stARTcamp e.V. veranstaltet das stARTcamp gemeinsam mit der Hamburg Open Online University als Unkonferenz und Barcamp. Continue reading →

Monatsnotiz: Juli 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Virtually Connecting

Gemeinsam mit Maha Bali, Autumm Caines, Rebecca J. Hogue und Helen J. DeWaard, gemeinsam mit mir die Ko-Direktorinnen von Virtually Connecting, steht mein Name auf einer neuen Publikation zu Virtually Connecting: “Intentionally Equitable Hospitality in Hybrid Video Dialogue: The context of virtually connecting”. Ich habe hier mit Abstand den geringsten Anteil der genannten Autorinnen, freue mich aber zumindest ein paar kleine Details hinzugefügt zu haben. Wir beschreiben in welcher Weise und mit welchen Praktiken wir uns mit der Virtually Connecting Community für Zugang und Zugänglichkeit einsetzen und welche Aspekte uns hier besonders wichtig erscheinen. Feedback und Kommentare sind sehr willkommen.

Hier dann auch direkt der Hinweis auf eine der interessantesten Veranstaltungen des Jahres, bei der auch Virtually Connecting eine Rolle spielen wird: Das Digital Pedagogy Lab findet Anfang August statt und interessierte Menschen können über Virtually Connecting von überall teilhaben. Mehr dazu hier.

Selbstständiges

Den Start der Arbeit mit dem Team der OER World Map hatte ich in der letzten Notiz ja schon angekündigt. Es ging gut voran und wir nähern uns dem Meilenstein eines ersten groben Konzepts an.

Wie schon im letzten Jahr durfte ich auch in 2019 die Summer School des Hochschulforum Digitalisierung moderieren. Über drei Tage kommen circa 30 Menschen aus der Hochschullehre, die sich im weitesten Sinne mit den digitalen Methoden und Praktiken, Lehren und Lernen zu ermöglichen, beschäftigen. Wir arbeiten mit der Methode der Kollegialen Beratung, in der sich die Teilnehmer*innen in kleineren Gruppen gegenseitig ihre Fälle vorstellen und gemeinsam in der Beratung nach Lösungsansätzen suchen. Lightning Talks, Workshops, eine kleine Barcamp Session und viele kleinere und größere Diskussionen runden das Programm ab. Continue reading →

Digital Literacies und Offenheit

tl;dr: im Blog von Wikimedia Deutschland habe ich über das Verhältnis von Digital Literacies, Offenheit und gesellschaftlicher Teilhabe geschrieben. Der Text ist nun auch hier in meinem Blog zu finden. Diese Überlegungen sind unter Mitwirkung vieler Kolleginnen und Kollegen bei Wikimedia entstanden, haben sich aber auch in Gesprächen mit vielen anderen Menschen von anderen Organisationen gefestigt.

Wie formen Menschen das Internet, wie bewegen sie sich im Netz? Welche Fähigkeiten brauchen sie, um sich für freie Inhalte, Zugang und Zugänglichkeit einzusetzen? Wie lassen sich diese persönlichen Fähigkeiten –  manche sprechen von Medienkompetenz oder Medienbildung, andere von Digital Literacies – beschreiben und fördern? Welche Rolle spielt das Freie Netz in diesem Zusammenhang, welche Rolle spielen Freie Inhalte? Warum ist das für Wikimedia Deutschland interessant und was planen wir in diesem Zusammenhang?

In Anlehnung an diese Fragen verfolgt Wikimedia Deutschland unter dem Arbeitstitel “Partnerschaftliche Initiative für Digital Literacies” intensiv die Bildung einer Koalition mit anderen Organisationen, die sich ebenso für die Förderung von Digital Literacies im Hinblick auf Freies Wissen und gesellschaftliche Partizipation stark machen möchten. 

Was meinen wir mit Digital Literacies?

Die Arbeit von Doug Belshaw liefert eine gute begriffliche Einordnung von Digital Literacies. Belshaw beschreibt in seiner Dissertation von 2011 acht Elemente von Digital Literacy, die nicht 1:1 vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen sind.

Wir möchten aber dennoch den Versuch eines Übertrags der einzelnen Elemente in die deutsche Sprache unternehmen:  Continue reading →

Impuls: Digital Literacies und Open Education

 

Ich darf bei unserem Treffen bei Bildung, öffne Dich am 14. Juni in Hannover einen Impuls geben. Während ein Großteil des Tags von sehr praktischen Einführungen in OER und Open Education geprägt sein wird, möchte ich zu Beginn ein bißchen abstrakter werden. Letztendlich geht der Impuls zurück auf einen Vortrag, den ich zufälligerweise auch in Hannover bei der Tagung “Mischen Possible” gehalten habe. Unsere Runde wird nun aber ein wenig kleiner sein und ich möchte eigentlich viel lieber diskutieren als alleine zu sprechen, daher hier nun ein kleines Intro. Continue reading →

Digitalisierung der Hochschulen: Was fehlt, ist das Motiv

tl;dr: für den Blog des Hochschulforum Digitalisierung habe ich eine persönliche Stellungnahme zu dem im EFI-Gutachten 2019 veröffentlichten Kapitel “B4 Digitalisierung von Hochschulen (PDF)” geschrieben. Es musste recht schnell gehen, entsprechend könnte man sicher manche Argumente klarer zeichnen oder an der einen oder anderen Stelle etwas ergänzen, zum Beispiel Fragen rund um die Vergabe von Mitteln durch Hochschulen. Hier meine Stellungnahme:

Digitalisierung an Hochschulen wird auch an Hochschulen selbst als dringend und wichtig empfunden. Aber tatsächlich machen, die Worte mit Mitteln und Ressourcen hinterlegen, möchte es nur ein Bruchteil derer, die das für wichtig halten.

Kaum jemand verweigert sich der Tatsache, dass Digitale Transformation auch im Hochschulwesen seine Auswirkungen hat und haben wird. Das Überdenken der Aufgaben einer Hochschule vor dem Hintergrund einer Kultur der Digitalität, sich ändernder gesellschaftlicher Diskurse und Rahmenbedingungen, vor dem Hintergrund neuer Anforderungen, findet aber selten statt. Eher zu finden sind diejenigen, die versuchen, das bestehende System von Hochschule auf den digitalen Raum zu übertragen, es zu virtualisieren. Narrative eines nie endenden Lernens, einer schnelllebigeren Entwicklung von Berufsbildern, von politischen Diskursen und sich ändernder Willensbildung finden zwar Raum, die von Hochschulen entwickelten Lösungen gleichen den ehemals ‘analogen’ Lösungen aber oft bis auf’s Haar. Sie sind nun eben ‘digital’. Continue reading →