Monatsnotiz: Januar 2020

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

2020 begann mit ein paar einschneidenden Veränderungen, über die ich in der Notiz Ende Februar vielleicht schon mehr sagen und schreiben kann. Spruchreif sind für mich folgende Dinge:

Selbstständiges

Bei der osb Hamburg habe ich einen eintägigen Workshop zu Lernen in Netzwerken, Podcasting und self-made Videoproduktion gegeben. Viele gute Gespräche und Ideen entstanden im Lauf des Tages und im Nachgang des Workshops.

Neben der Arbeit am Climate Chats Podcast, in der letzten Monatsnotiz habe ich kurz davon berichtet, hatte ich erfreulich viele Anfragen für Workshops und Beratungsprojekte. Das Team octofuchs hat sich noch einmal überdacht, neu aufgestellt und ermöglicht nun auch ein recht hürdenarmes Mitmachen für alle, die Interesse haben.

Davon abgesehen: viel Arbeit, noch recht wenig zu berichten.

Podcasting

Ich habe mit Markus Deimann ein neues Feierabendbier Open Education veröffentlicht. Wir sprechen viel über Audrey Watters’ Berichte zur letzten Dekade (und dem letzten Jahr) rund um Educational Technology. Wer wo welche Meinungsmacht beansprucht und geltend macht, wirkt sich viel zu sehr auf das auf, was später als Fakt unwidersprochen gesagt werden kann. Es tut gut sich an die so oft fälschlichen Claims und Vorhersagen der Disruption eines Feldes zu erinnern und festzustellen, dass dahinter dann doch oft einfach nur ein bestimmter Gestaltungswille steht. Oder wie Audrey Watters in 2016 mal schrieb:

The best way to predict the future is to issue a press release.

Für Hamburg hOERt ein HOOU habe ich mit einer andere Heldin offener Bildung gesprochen. Catherine Cronin war zu Gast und sprach über ihre Karriere als Systems Engineer, ihr Studium des Master Women Studies in Irland, ihre Zeit als freelance lecturer und die anschließende Dissertation rund um Open Educational Practices. Reinhören geht bei Soundcloud oder überall wo es Podcasts gibt. Continue reading →

Macht mehr Podcasts!

Warum Podcasts machen?

Podcasts machen ist einfacher als jemals zuvor. Nie war es so günstig möglich, ein gut klingendes Format zu produzieren. Seit 3,5 Jahren podcaste ich, mit durchaus ansteigender Tonqualität, Routine und Sicherheit. Seit gut zwei Jahren entwickle ich für Organisationen Podcast-Formate. Damit bin ich nun wahrlich nicht „senior” unter Podcaster:innen, gibt es doch viele, die seit zehn Jahren und länger ins Internet sprechen. Dadurch gibt es inzwischen einen Haufen guter Beispiele von etablierten Formaten und Nischenformaten, bei denen sich Podcast-Newbies etwas abschauen können. Mein Eingangs-Statement gilt es nämlich zu relativieren. Zwar ist es so einfach wie nie zuvor, aber damit ist es noch lange nicht einfach. Als Nicht-Techniker, Nicht-Nerd und Nicht-Toningenieur habe ich in den letzten Jahren ordentlich dazugelernt. Und das Gelernte betrifft nicht nur technische Details, Equipment und Software, sondern auch Konzeption, Interviewführung und Flexibilität, um sich Anforderungen und Kontexten anpassen zu können.

Vor nun fast vier Jahren hat mir Tine Nowak besonders geholfen, von der ersten Idee zum fertigen Podcast zu kommen. Die Podcastpat:innen sind ein klasse Netzwerk, dem auch Tine angehört, und gemeinsam mit dem Sendegate eine fantastische erste Anlaufstelle für alle, die podcasten möchten. Vieles von dem, was ich hier aufschreibe, basiert auf Erfahrungen, an denen auch die Podcastpat:innen oder das Sendegate in irgendeiner Weise beteiligt waren.An dieser Stelle möchte ich in einem ersten Beitrag Argumente für Podcasts zusammentragen. In einem zweiten Schritt wird es dann noch handfester und ich schlage ein paar Faustregeln für Podcast-Newbies vor. Continue reading →

Monatsnotiz: Dezember 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Mit Dezember geht auch das erste Jahr der Monatsnotizen zu Ende. Das Feedback reichte bisher von Ausdrücken der Verwunderung bis zu Lob für das ansprechende Format. Wichtiger in diesem Fall aber: mir hilft es dabei, mir bewusst wiederkehrend einen Überblick zu verschaffen. Bis ich einen besseren Weg finde, diesen Überblick zu bekommen, bleibt es wohl zunächst bei dem Format der Monatsnotiz. Dezember war für mich in beruflicher Hinsicht für mich wie für die meisten Menschen kürzer, entsprechend fällt auch die Monatsnotiz kürzer aus.

Selbstständiges

Ich starte ein neues Podcast-Projekt. So neu, dass es noch keinen finalen Titel gibt. Das muss sich aber im Januar ändern, denn dann zeichnen wir die ersten Episoden auf. Das Research and Transfer Centre “Sustainability and Climate Change Management” der HAW Hamburg richtet die Climate 2020 online Konferenz aus und wir möchten 5-6 kurze Podcast Episoden aufzeichnen, in denen ich mit Menschen spreche, die einen Beitrag zu der Konferenz leisten. Das werden in den meisten Fällen Wissenschaftler:innen sein, deren Arbeit in einem Bezug zu den Themen der Konferenz steht. Die Idee ist es, dem Format der Online Konferenz etwas mehr Persönlichkeit und eine weitere Facette zu geben. Mehr dazu in den nächsten Monatsnotizen.

Für mich die größte Nachricht des Monats: gemeinsam mit Nele Hirsch, Jana Panke und Matthias Andrasch habe ich octofuchs gegründet. Es begann mit der Idee, ein loses Netzwerk von selbstständig arbeitenden Menschen zu bauen, das sich gegenseitig stützt und aushilft. Diese Idee haben wir etwas weiterentwickelt, zum Kollektiv octofuchs. Wie es aus meiner Sicht dazu kam, habe ich hier aufgeschrieben. Continue reading →

Monatsnotiz: November 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Wikimedia

Der Monat bei Wikimedia war geprägt von zwei Arbeitssträngen: einerseits von den Planungen, Gespräche und Abstimmungen für die Arbeit im nächsten Jahr und darüber hinaus, andererseits von einer Veranstaltung, die ihren Ursprung in einem Gespräch beim Creative Commons Summit in Lissabon hatte. Dort habe ich mit meiner Kollegin Christina Rupprecht, Maren Deepwell und Martin Hawksey, CEO und CIO/CTO bei ALT, über die OEB global Konferenz gesprochen, die jährlich in Berlin stattfindet. Maren und Martin waren eingeladen und die Büros von Wikimedia sind nur 20 Minuten vom Konferenzort entfernt. Ein guter Versuch also, parallel zu einem der größten EdTech Events des Jahres in Berlin eine Veranstaltung bei Wikimedia zu Themen zu organisieren, die eher in Linie mit Wikimedia sind: Offenheit, kritische Betrachtungen von Offenheit und ihre Effekte auf policy. Aber auch ein Blick auf die Positionen und Sichtweisen derer, die vorgeben mit Technologie gesellschaftliche Probleme zu lösen und dabei Kriterien von Fairness, Equity, Equality, Transparenz und Offenheit oft nicht nur außen vor lassen, sondern bewusst umgehen.

Neben Maren und Martin haben wir auch Lorna Campbell, Laura Czerniewicz und Audrey Watters eingeladen. Hier der Link zum Blog Post. Sobald die Aufzeichnungen der Talks und der Diskussion verfügbar sind, werden sie auch dort zu finden sein. Und wer Interesse an einer Virtually Connecting “Missed Conversation” im Nachgang hat, darf sich auch gern schon bei mir melden.

Bonus: für die Visualisierungen des Events konnten wir Bryan Mathers engagieren, der eine der Motive in den Remixer seiner Visual Thinkery übernommen hat. Selbst einen Bus gestalten? Hier entlang: https://remixer.visualthinkery.com/a/openbus Continue reading →

Monatsnotiz: Oktober 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Wikimedia

Mein Monat begann in Warschau. Ich war Gast der Epale Konferenz und dort Teil einer Round Table Discussion. Hier der Link zur Aufzeichnung. Insgesamt eine interessante Debatte, welche Richtung die Erwachsenenbildung einschlagen kann und sollte. Am stärksten resoniert bei mir nach wie vor der Punkt, Erwachsenenbildung sei nicht nur da um Arbeitsmarktfähigkeit zu sichern. Denn während in der Theorie hier nur wenige ernsthaft widersprechen, ist es doch so, dass Entwicklungen um Bildungsplattformen in Deutschland und anderswo so vermarktet und erzählt werden, dass die Bevölkerung ohne sie vom Arbeitsmarkt im internationalen Vergleich abgehängt werde. Parallel zeigen Wahlergebnisse, Umfragen und die Ereignisse der letzten Jahre, dass es insbesondere bei den Erwachsenen einen dringenden Bedarf nach Bildung für ein gemeinschaftliches Miteinander aller Menschen in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft gibt. Wenn nur 75 Prozent der Menschen, wie in diesem Monat in Thüringen, nicht faschistisch wählen, muss Erwachsenenbildung die anderen 25 Prozent der Menschen erreichen und gleichzeitig Bedingungen schaffen, die es den 75% ermöglicht, weiter, stärker und besser als bisher für Grundwerte einzustehen. Das ist ein viel größerer Auftrag als Arbeitsmarktfähigkeit (allein das Wort schon) herzustellen und mich freut, dass er bei der Konferenz in Warschau unter den Besucher*innen ernst gemeinter Konsens zu sein schien. Continue reading →

Monatsnotiz: September 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Podcasting

Am Abend des 5. September habe ich im Rahmen von Hamburg hOERt ein HOOU den Auftakt des stARTcamp Hamburg moderiert. Daraus ist ein UnPodcast geworden. Nele Hirsch hat hier aufgeschrieben wie das genau funktioniert hat. Nach meinem Eindruck ein gutes Format, um nicht mit der üblichen, von Expertinnen und Experten dominierten Eröffnungsveranstaltung zu starten, sondern diejenigen sichtbar zu machen, für die die folgende Konferenz (oder hier: das Barcamp) gedacht ist. Die Aufzeichnung des UnPodcast ist hier zu finden. Oder einfach gleich “Hamburg hOERt ein HOOU” (RSS) abonnieren. 

Mit Bernd Kniess von der Hafencity Uni Hamburg habe ich über Urban Design gesprochen. Als an Architektur und Stadtplanung interessierter Laie eine gute Chance, das eigene Verständnis zu verbessern. Die Lehrprojekte, die Herr Kniess an der HCU umsetzt, sind allemal einen Blick wert. Ein paar verfolgenswerte Links sind in den Shownotes der Episode zu finden. 

Beim stARTcamp Hamburg habe ich gemeinsam mit Matthias Stier eine Session zu podcasting angeboten. Kurz zusammengefasst: viel Aufmerksamkeit, trotz des großen Raums eine gute Diskussion, viel gutes Feedback. Das hat Spaß gemacht. Hier die slides unseres kurzen Intros.

Selbstständiges

Gemeinsam mit Jan Neumann und Matthias Andrasch habe ich in Köln an einer Vision und daraus abgeleiteten Zielgruppe für die OER World Map gearbeitet. Das klingt zwar immer ein wenig fluffig und wenig greifbar, ist aber hilfreich für alle Aktivitäten, die wir für die Kommunikation und die Community Arbeit der World Map planen. 

Davon abgesehen floss relativ viel Arbeit in Projekte und Ideen, die sicher in kommenden Monatsnotizen ihren berechtigten Platz finden werden. 

Wikimedia

Sebastian Hirsch aus dem Team der HPI Schulcloud hat mich eingeladen bei der Konferenz Bildung Digitalisierung an einer Podiumsdiskussion zu Schulclouds teilzunehmen. Leider haben wir keine Aufzeichnung der Diskussion, ich habe anderswo aber auch schon angemerkt, dass die Argumente mit Sicherheit auch in Zukunft nochmals ausgetauscht werden. Von vielen wird auf die Schulcloud eine überhöhte Hoffnung projiziert (als wenn es noch keine Learning Management Systeme für Schulen gäbe); andere sehen, wie ich finde leider zurecht, insbesondere in der HPI Schulcloud eine Plattform für Verlage und Software Anbieter, die hier nun endlich einen Vertriebskanal, eine Art App Store, für Schulen vorfinden. Bedenklich ist, dass wir mit der Entwicklung einer solchen Lösung, orientiert am Staus Quo des derzeitigen Bildungssystems, letztendlich die Zementierung eben dieses Systems entwickeln. Mit all seiner Ungleichheit und seiner wenig zeitgemäßen, oft auf Reproduktion und Distribution ausgelegten Funktionsweise. Das Argument, die Schulcloud TM sei damit immer noch besser als gar nichts, kann ich so nicht unterstützen. 

Mitte September war ich in Bremen bei der Jahreskonferenz der Nationalen Agentur “Bildung für Europa”, um besser zu verstehen wie Erwachsenenbildung in Deutschland funktioniert. Während ich diese Monatsnotiz schreibe, sitze ich im Zug nach Warschau zur Epale Konferenz 2019, auch hier erwarte ich viel Neues und freue mich auf viele neue Gesichter. 

Im September hatten wir bei Wikimedia auch das DOIT Expert Meeting zu Gast. Hier der entsprechende Beitrag im Blog von Wikimedia. Projekte aus der Welt des Making und Eduhacking haben ihre Ergebnisse präsentiert, verschiedene Akteurinnen und Akteure haben kurze Impulse gegeben und anschließend gemeinsam diskutiert. Auch ich durfte sprechen und habe für eine Verknüpfung von Digital Literacies mit Openness und gesellschaftlicher Partizipation argumentiert. Nachzulesen ist die Argumentation hier. 

Persönliches

Ich bin von Hamburg nach Berlin gezogen und arbeite mich langsam an meinem neuen Zuhause in Schöneberg ab. Möbelhäuser und Baumärkte, Autovermietungen und Antik-Geschäfte haben mich einen mehr oder weniger zufriedenen Kunden nennen dürfen. Letztendlich verbinde ich mit dem Umzug die Hoffnung, etwas weniger unterwegs zu sein. Und nach nun acht Jahren in Hamburg schien ein Tapetenwechsel auch nicht verkehrt. 

Der Zufall wollte es, dass mir ein Feierabendbier im Nachtasyl versüßt wurde, indem Erobique & Jacques Palminger ein zumindest für mich überraschendes und eigentlich als semi-geschlossene Veranstaltung geplantes Konzert gaben. Grund genug den Abend im Titelbild zu würdigen.

Ausblick

Wo ich im Lauf des Oktober zu finden sein werde:

Ein UnPodcast beim stARTcamp Hamburg

tl;dr: am Donnerstag, 05.09., findet am Vorabend des stARTcamp Hamburg die Auftaktveranstaltung als öffentlich und live aufgezeichneter UnPodcast statt. Die Idee: ich moderiere wie gewohnt das #afterwOERk für den Podcast “Hamburg hOERt ein HOOU”. Der Clou: Ich werde nicht einen Gast haben, sondern alle Menschen, die möchten, können im Podcast über ein Thema sprechen, das sie interessiert. Damit wird der Podcast eine Ko-Produktion aller beteiligten Menschen.

Am 6. September findet an der HAW Hamburg, genauer: am Kunst- und Mediencampus in der Finkenau, das stARTcamp Hamburg statt. der stARTcamp e.V. veranstaltet das stARTcamp gemeinsam mit der Hamburg Open Online University als Unkonferenz und Barcamp. Continue reading →

Monatsnotiz: Juli 2019

Monatsnotiz (Substantiv, feminin): eine kurze monatliche Zusammenfassung der Dinge, an denen ich arbeite.

Virtually Connecting

Gemeinsam mit Maha Bali, Autumm Caines, Rebecca J. Hogue und Helen J. DeWaard, gemeinsam mit mir die Ko-Direktorinnen von Virtually Connecting, steht mein Name auf einer neuen Publikation zu Virtually Connecting: “Intentionally Equitable Hospitality in Hybrid Video Dialogue: The context of virtually connecting”. Ich habe hier mit Abstand den geringsten Anteil der genannten Autorinnen, freue mich aber zumindest ein paar kleine Details hinzugefügt zu haben. Wir beschreiben in welcher Weise und mit welchen Praktiken wir uns mit der Virtually Connecting Community für Zugang und Zugänglichkeit einsetzen und welche Aspekte uns hier besonders wichtig erscheinen. Feedback und Kommentare sind sehr willkommen.

Hier dann auch direkt der Hinweis auf eine der interessantesten Veranstaltungen des Jahres, bei der auch Virtually Connecting eine Rolle spielen wird: Das Digital Pedagogy Lab findet Anfang August statt und interessierte Menschen können über Virtually Connecting von überall teilhaben. Mehr dazu hier.

Selbstständiges

Den Start der Arbeit mit dem Team der OER World Map hatte ich in der letzten Notiz ja schon angekündigt. Es ging gut voran und wir nähern uns dem Meilenstein eines ersten groben Konzepts an.

Wie schon im letzten Jahr durfte ich auch in 2019 die Summer School des Hochschulforum Digitalisierung moderieren. Über drei Tage kommen circa 30 Menschen aus der Hochschullehre, die sich im weitesten Sinne mit den digitalen Methoden und Praktiken, Lehren und Lernen zu ermöglichen, beschäftigen. Wir arbeiten mit der Methode der Kollegialen Beratung, in der sich die Teilnehmer*innen in kleineren Gruppen gegenseitig ihre Fälle vorstellen und gemeinsam in der Beratung nach Lösungsansätzen suchen. Lightning Talks, Workshops, eine kleine Barcamp Session und viele kleinere und größere Diskussionen runden das Programm ab. Continue reading →

Digital Literacies und Offenheit

tl;dr: im Blog von Wikimedia Deutschland habe ich über das Verhältnis von Digital Literacies, Offenheit und gesellschaftlicher Teilhabe geschrieben. Der Text ist nun auch hier in meinem Blog zu finden. Diese Überlegungen sind unter Mitwirkung vieler Kolleginnen und Kollegen bei Wikimedia entstanden, haben sich aber auch in Gesprächen mit vielen anderen Menschen von anderen Organisationen gefestigt.

Wie formen Menschen das Internet, wie bewegen sie sich im Netz? Welche Fähigkeiten brauchen sie, um sich für freie Inhalte, Zugang und Zugänglichkeit einzusetzen? Wie lassen sich diese persönlichen Fähigkeiten –  manche sprechen von Medienkompetenz oder Medienbildung, andere von Digital Literacies – beschreiben und fördern? Welche Rolle spielt das Freie Netz in diesem Zusammenhang, welche Rolle spielen Freie Inhalte? Warum ist das für Wikimedia Deutschland interessant und was planen wir in diesem Zusammenhang?

In Anlehnung an diese Fragen verfolgt Wikimedia Deutschland unter dem Arbeitstitel “Partnerschaftliche Initiative für Digital Literacies” intensiv die Bildung einer Koalition mit anderen Organisationen, die sich ebenso für die Förderung von Digital Literacies im Hinblick auf Freies Wissen und gesellschaftliche Partizipation stark machen möchten. 

Was meinen wir mit Digital Literacies?

Die Arbeit von Doug Belshaw liefert eine gute begriffliche Einordnung von Digital Literacies. Belshaw beschreibt in seiner Dissertation von 2011 acht Elemente von Digital Literacy, die nicht 1:1 vom Englischen ins Deutsche zu übersetzen sind.

Wir möchten aber dennoch den Versuch eines Übertrags der einzelnen Elemente in die deutsche Sprache unternehmen:  Continue reading →